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Auf CoDesSys gebaut _05.12.08
KEBA bringt mit KeSystems ein neues Automatisierungssystem auf den Markt und will damit künftig verstärkt den allgemeinen Maschinenbau angehen. Alexander Barth, Leiter der entsprechenden Business-Unit, erläutert die Details dieser Lösung.
Alexander Barth
Herr Barth, was verbirgt sich hinter KeSystems?
Barth: KeSystems ist ein Automatisierungsbaukasten, bestehend aus den Komponenten Antrieb, Steuerung, Visualisierung und Dienstleistung. Mit vier abgestuften Leistungsklassen – 400 und 600 MHz sowie 1 und 1,4 GHz – deckt diese zentrale Steuerung den gesamten Bereich von der einfachen SPS Anwendung bis hin zur komplexen Motion-Applikation ab.
Was die Visualisierung betrifft, bringen wir neben den existierenden, mobilen Bediengeräten aus dem KeTop-Programm neue stationäre Panels auf den Markt. Ebenfalls neu ist die I/O-Lösung: Sie erlaubt sowohl zentrale als auch dezentrale Architekturen und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, applikationsspezifische IO-Kombinationen in die Steuerung zu integrieren. Damit hat der Anwender nur noch eine kompakte Komponente. Zum Thema Antriebe: In punkto Servotechnik bietet KeSystems sowohl Mono-Einheiten für Einzelachsanwendungen wie auch Anreihsysteme mit und ohne Netzrückspeisung. Wesentliches Feature unserer Antriebe ist die integrierte Sicherheitstechnik, die sich mit diesem Funktionsumfang – wie ich behaupten möchte – am Markt sonst kaum finden lässt.
Bei KeSystems setzen Sie auf CoDeSys von 3S. Was ist der Grund hierfür? Immerhin verfügt Keba mit KeMotion über eine eigene leistungsfähige Lösung.
KeMotion ist ein reines Robotiksystem. Mit KeSystems hingegen wollen wir künftig verstärkt den allgemeinen Maschinenbau angehen – und dies mit einer Plattform, die von der einfachen SPS-Anwendung bis hin zur komplexen Robotersteuerung alles abdeckt. Für CoDeSys spricht, dass es ein sehr guter und am Markt etablierter IEC-Standard ist, und wir hier das Rad nicht neu erfinden wollten. Als ‚Add on‘ zu den standardisierten Motion-Funktionalitäten, die in der Softmotion von 3S zu finden sind, stellen wir in KeSystems jedoch vollständig integrierte Keba-Motion-Funktionen als Mehrwert zur Verfügung.
Auf welche Version von CoDeSys setzen Sie?
Wir starten in der Version 1.0 von KeSystems mit CoDeSys 2.3. Stabilität und garantierte Verfügbarkeit sind uns sehr wichtig, daher wollen wir erst in einem zweiten Schritt auf die Version 3.0 umsteigen. Das Thema Visualisierung lösen wir mit einem eigenen, auf Java basierendem Tool, welches vollständig in die CoDeSys-Umgebung integriert wird. Dies ermöglicht dem Anwender zusätzlich zur einfachen Projektierung via „drag and drop“ eine individuelle Funktionserweiterung mittels einfacherer Java-Programmierung.
Ab wann ist KeSystems lieferbar?
Ab Januar 2009 stehen alle Komponenten für Serienanwendungen zur Verfügung. Zur SPS/ IPC/Drives 2009 stellen wir eine weiterentwickelte Version vor, die dann auch eine Systemlösung für Sicherheitstechnik basierend auf Codesys beinhalten soll.
Das Interview führte Günter Herkommer von Computer&AUTOMATION
Barth: KeSystems ist ein Automatisierungsbaukasten, bestehend aus den Komponenten Antrieb, Steuerung, Visualisierung und Dienstleistung. Mit vier abgestuften Leistungsklassen – 400 und 600 MHz sowie 1 und 1,4 GHz – deckt diese zentrale Steuerung den gesamten Bereich von der einfachen SPS Anwendung bis hin zur komplexen Motion-Applikation ab.
Was die Visualisierung betrifft, bringen wir neben den existierenden, mobilen Bediengeräten aus dem KeTop-Programm neue stationäre Panels auf den Markt. Ebenfalls neu ist die I/O-Lösung: Sie erlaubt sowohl zentrale als auch dezentrale Architekturen und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, applikationsspezifische IO-Kombinationen in die Steuerung zu integrieren. Damit hat der Anwender nur noch eine kompakte Komponente. Zum Thema Antriebe: In punkto Servotechnik bietet KeSystems sowohl Mono-Einheiten für Einzelachsanwendungen wie auch Anreihsysteme mit und ohne Netzrückspeisung. Wesentliches Feature unserer Antriebe ist die integrierte Sicherheitstechnik, die sich mit diesem Funktionsumfang – wie ich behaupten möchte – am Markt sonst kaum finden lässt.
Bei KeSystems setzen Sie auf CoDeSys von 3S. Was ist der Grund hierfür? Immerhin verfügt Keba mit KeMotion über eine eigene leistungsfähige Lösung.
KeMotion ist ein reines Robotiksystem. Mit KeSystems hingegen wollen wir künftig verstärkt den allgemeinen Maschinenbau angehen – und dies mit einer Plattform, die von der einfachen SPS-Anwendung bis hin zur komplexen Robotersteuerung alles abdeckt. Für CoDeSys spricht, dass es ein sehr guter und am Markt etablierter IEC-Standard ist, und wir hier das Rad nicht neu erfinden wollten. Als ‚Add on‘ zu den standardisierten Motion-Funktionalitäten, die in der Softmotion von 3S zu finden sind, stellen wir in KeSystems jedoch vollständig integrierte Keba-Motion-Funktionen als Mehrwert zur Verfügung.
Auf welche Version von CoDeSys setzen Sie?
Wir starten in der Version 1.0 von KeSystems mit CoDeSys 2.3. Stabilität und garantierte Verfügbarkeit sind uns sehr wichtig, daher wollen wir erst in einem zweiten Schritt auf die Version 3.0 umsteigen. Das Thema Visualisierung lösen wir mit einem eigenen, auf Java basierendem Tool, welches vollständig in die CoDeSys-Umgebung integriert wird. Dies ermöglicht dem Anwender zusätzlich zur einfachen Projektierung via „drag and drop“ eine individuelle Funktionserweiterung mittels einfacherer Java-Programmierung.
Ab wann ist KeSystems lieferbar?
Ab Januar 2009 stehen alle Komponenten für Serienanwendungen zur Verfügung. Zur SPS/ IPC/Drives 2009 stellen wir eine weiterentwickelte Version vor, die dann auch eine Systemlösung für Sicherheitstechnik basierend auf Codesys beinhalten soll.
Das Interview führte Günter Herkommer von Computer&AUTOMATION




