Meet the Trainer | Persönliche Geschichten & Einblicke ins Lernen

Andrei Rocha: „Die zentrale Kompetenzlücke geht über Technik hinaus.“

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Porträt von Andrei Rocha, Global Application Engineer und KEBA Trainer, in einer modernen industriellen Automatisierungsumgebung.
In dieser Blogserie stellen wir die Menschen vor, die unsere Trainings prägen. Lernen Sie Andrei kennen – unseren neugierigen Global Application Engineer sowie Trainer für Kemro X Control und Kemro X Motion Basic Training. Erfahren Sie mehr über seinen Werdegang und seine Perspektiven auf die Zukunft des Lernens in der industriellen Automatisierung.

Wer ist Andrei Rocha?

Ich bin ein neugieriger Mensch und liebe es zu verstehen, wie Systeme funktionieren. Schon in jungen Jahren hatte ich Freude daran, Dinge zu reparieren und zu lernen, wie sie aufgebaut sind. Mein Ansatz zur Problemlösung basiert darauf, das Gesamtsystem zu betrachten – das hilft mir, effektive Lösungen zu finden. Außerdem bin ich überzeugt, dass Wissen leicht weitergegeben werden sollte. Deshalb lege ich großen Wert darauf, die Grundlagen wirklich zu verstehen, um sie anderen klar und verständlich erklären zu können.

Wie hat dich dein Weg zu KEBA geführt?

Mein Interesse an Mechatronik entwickelte sich früh während eines Schüleraustauschs in Deutschland. Nach meinem Mechatronikstudium in Bolivien absolvierte ich einen Master in Regelungstechnik in Deutschland und kam über meine Masterarbeit und ein anschließendes Praktikum zu KEBA. Heute wachse ich weiterhin bei KEBA und schätze besonders die Kombination aus Technologie, Teamarbeit und kontinuierlichem Lernen.

Kannst du eine lustige Tatsache oder ein Geheimnis über dich verraten?

Ich war in der Schule definitiv kein perfekter Schüler – besonders in Mathematik und Physik. Mein Ziel war nie, Theorie auswendig zu lernen, sondern zu verstehen, warum Dinge so funktionieren, wie sie es tun. Diese Neugier ist bis heute eine meiner größten Stärken, um Systeme wirklich zu durchdringen.

Und noch ein Fun Fact: Ich habe ein elektrisches Go-Kart gebaut und das Projekt später meiner Universität gespendet – in der Hoffnung, damit zukünftige Studierendenprojekte zu inspirieren und zu unterstützen.

Wo siehst du aktuell die größte Kompetenzlücke in der industriellen Automatisierung?

Vernetzung spielt in der industriellen Automatisierung eine Rolle wie nie zuvor. Die Praxis zeigt, dass Erfolg aus der Kombination mehrerer Technologien entsteht– es gibt nicht mehr die eine Kerntechnologie. Fachkräfte benötigen eine offene Denkweise und die Bereitschaft, kontinuierlich zu lernen, um langfristig erfolgreich zu sein.

Auch fundierte Kenntnis der grundlegenden Konzepte kann weitreichende Auswirkungen haben. Deshalb ist ein solides Verständnis der Basics entscheidend. Jede Ingenieurin und jeder Ingenieur sollte verschiedene Geräte kennen und verstehen, wie sie im Gesamtsystem zusammenwirken. So profitieren etwa Maschinenbauer von Grundkenntnissen in Programmierung und Embedded Systems, während Automatisierungsspezialist:innen durch mechanisches und elektrisches Verständnis viel gewinnen können.

Die zentrale Kompetenzlücke geht über die Technik hinaus und liegt in der Fähigkeit, Wissen disziplinübergreifend zu integrieren und sich kontinuierlich an neue Technologien anzupassen.

Welche Fähigkeiten werden für Automatisierungsexpert:innen im Jahr 2030 entscheidend sein?

Ein tiefgehendes Verständnis industrieller Kommunikationsprotokolle wie OPC UA, Modbus und weiterer wird essenziell sein, da Konnektivität und Interoperabilität die Zukunft der Branche maßgeblich bestimmen.

Darüber hinaus werden starke Programmierkenntnisse nicht nur für SPSen, sondern auch für individuelle Konfigurationen sowie die Integration von KI- und fortschrittlichen Automatisierungssystemen immer wichtiger. Automatisierungsexpert:innen müssen verschiedene Technologien kombinieren und verstehen, wie Systeme miteinander kommunizieren.

Welches Training hatte den größten Einfluss auf deine berufliche Laufbahn?

Das Training zur Servoantriebstechnik war für mich besonders prägend. Dort konnte ich erleben, wie Theorie in die Praxis umgesetzt wird – von der Parametrierung von Antrieben bis hin zur Bewegung einer Achse über eine Java-basierte HMI. Es hat meine technischen Fähigkeiten gestärkt und mir erneut gezeigt, wie wichtig die Verbindung von Theorie und realer industrieller Automatisierung ist.

Welchen Rat würdest du jungen Ingenieur:innen mit auf den Weg geben?

Bleibt geduldig und offen. Nehmt euch die Zeit, die richtige Antwort zu finden – auch wenn es länger dauert. Beginnt immer mit den Grundlagen, bevor ihr euch komplexeren Themen widmet.

Ein Motion-Control-Projekt in der industriellen Automatisierung erfordert zum Beispiel fundierte Kenntnisse in Programmierung, Servoantrieben und den physikalischen Grundlagen des Systems. Ebenso wichtig ist es, verfügbare Kommunikationsschnittstellen zu kennen, die Funktionsweise der Technologie zu verstehen und alles sinnvoll zu integrieren. Ein solides Fundament erleichtert es enorm, komplexe Herausforderungen zu meistern und Wissen über Disziplinen hinweg zu verbinden.

KEBA C5 Controller

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Kursdetails & Anmeldung
Andrei Rocha
Andrei Rocha Global Application Engineer & Trainer | KEBA Industrial Automation [email protected]
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