Industrial AI in der Praxis: der 7-Schritte-Fahrplan zur Umsetzung

  • Digitalisierung
  • KI
Drei Ingenieure überwachen Produktionsdaten mithilfe eines KI-gestützten Dashboards in einer Smart Factory.
Wie können OEMs Ideen für Industrial AI erfolgreich in die Praxis umsetzen? Basierend auf langjähriger Erfahrung in der Entwicklung industrieller KI-Lösungen haben wir einen praxisnahen 7-Schritte-Fahrplan entwickelt. Er unterstützt OEMs dabei, Potenziale zu identifizieren, eine klare Strategie zu definieren und Industrial AI erfolgreich umzusetzen.

Ein klarer Fahrplan, basierend auf jahrelanger Erfahrung mit Industrial AI

KEBA hat die Entwicklung zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Industrie frühzeitig erkannt und vor einigen Jahren ein KI-Kompetenz-Zentrum eingerichtet. Dort werden seit einigen Jahren gezielt KI-Anwendungen entwickelt. Mithilfe dieses Zentrums konnten auch weitere Kolleginnen und Kollegen im Betrieb geschult werden, sodass inzwischen in verschiedenen Abteilungen KI-Lösungen entstehen.

Zu den konkreten Entwicklungen zählen beispielsweise ein KI-Assistent zur Unterstützung von Softwareentwicklern in KeStudio sowie das KEBA KI-Modul für Industriesteuerungen, das als industrietaugliche Hardwareplattform für KI-Anwendungen dient.

Aufbauend auf den Erfahrungen mit KI-Projekten bei KEBA haben die KI-Experten zusätzlich eine strukturierte Vorgehensweise entwickelt, die Maschinenbauern dabei helfen kann, sich dem Thema Künstliche Intelligenz zu stellen und die eigene Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Schritt 1: Das „Big Picture“ erarbeiten

Als Erstes gilt es, die Ausgangssituation zu klären. Welche Veränderungen gibt es im Markt, welche technischen Trends werden die Tätigkeit von Maschinenbauern und Automatisierern in den nächsten zwei bis fünf Jahren bestimmen?

Fragen Sie Ihre Kunden nach deren Plänen und Strategien für die kommenden fünf bis zehn Jahre, um sich einen guten Überblick zu verschaffen:

  • Gibt es möglicherweise Veränderungen im Geschäftsmodell?
  • Wie wird sich aus deren Sicht die Produktion verändern?
  • Welche (neuen) Anforderungen ergeben sich daraus an ihre Maschinen und Anlagen?
  • Welche konkreten Pain Points gibt es, und welche sind – erst oder nur – mit KI lösbar?
  • Welche Trends sehen sie als relevant an?
Zwei Ingenieure nutzen Industrial AI und Digital-Twin-Technologie, um automatisierte Fertigungsprozesse in einer Smart Factory zu überwachen und zu optimieren.

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Schritt 2: Einfluss von KI identifizieren

Nun muss geklärt werden, an welcher Stelle des „Big Picture“ Einflüsse von Künstlicher Intelligenz zum Tragen kommen. Welche Rolle spielt KI innerhalb dieser Trends? Welche Themenfelder gibt es für KI?

Zum Beispiel:

  • Maschinenbedienung: Vereinfachung mit Assistenz-Systemen
  • Intelligente Steuerungs- und Funktionsergänzung der Maschinen
  • Cloud-Lösungen zur Datenanalyse

Wer noch keine eigenen Ressourcen für KI im Unternehmen hat, sollte sich im Rahmen dieses Schrittes darum bemühen, ein Grundverständnis für KI aufzubauen, beispielsweise thematisch passende Events besuchen, Best-Practice Beispiele studieren oder Unterstützung von erfahreneren Partnern einholen.

Schritt 3: Eigene Position definieren

Diese Erkenntnisse gilt es nun zu konsolidieren und auf die eigene Situation abzubilden. Abgeleitet aus dem „Big Picture“ und den identifizierten KI-Trends sollten Sie Antworten auf folgende Fragen finden:

  • Wie werden sich die Veränderungen im Markt auf Ihr eigenes Unternehmen auswirken?

  • Welche Rolle nehmen Sie künftig ein oder möchten Sie künftig einnehmen?

  • Über welche eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten verfügen Sie im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Daten?

  • Welche Daten sind bereits verfügbar, welche Daten können für Anwendungen erzeugt werden und welche Daten bleiben definitiv außerhalb Ihrer Reichweite?

Da das Thema KI per Definition datengetrieben ist, bestimmen die verfügbaren Daten die eigene Position. Aus diesen leitet sich die Antwort ab, etwa auf die Frage, welchen Beitrag Sie leisten können, um die technischen und strategischen Veränderungen Ihrer Kunden zu unterstützen, oder wie Sie mit weiterer Digitalisierung und dem Einsatz von KI ihre Produkte und Services besser an die Anforderungen der Kunden anpassen können.

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Schritt 4: KI-Handlungsfelder und Potenziale identifizieren

Daraus ergibt sich fast zwangsläufig bereits die nächste Frage:

  • Welche KI-Themenbereiche sind für Sie relevant?

  • Welche Bereiche wollen bzw. können Sie besetzen und künftig bedienen?

Die Antworten sind – zumindest teilweise – auch davon abhängig, welche eigenen Kompetenzen zur Verfügung stehen. Dabei sollten Sie bedenken, dass KI-Lösungen sowohl Hardware wie auch Software benötigen.

Um diesen Schritt erfolgreich zu bewältigen, ist zudem eine unbedingte Fokussierung nötig. KI ist eine Technologie, die in Summe ungeheuer viele Möglichkeiten bietet. Die einzelne Applikation ist aber immer nur dann erfolgreich, wenn spezialisierte Probleme gelöst werden müssen.

Schritt 5: Business Case entwickeln

Schritt 6: Voraussetzungen schaffen

Schritt 7: Gegebenenfalls einen Kooperationspartner suchen

Möchten Sie erfahren, wie Maschinenhersteller Industrial AI erfolgreich in die Praxis bringen? Im vollständigen Whitepaper finden Sie die nächsten Schritte unseres 7-Schritte-Fahrplans, konkrete Praxisbeispiele, bewährte Vorgehensweisen und wertvolle Empfehlungen, die Sie bei Ihrer eigenen KI-Strategie unterstützen.

Sie haben Fragen? Der Autor hilft Ihnen gerne weiter.

Stefan Fischereder
Stefan Fischereder Product Manager Industrial AI | KEBA Industrial Automation [email protected]
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