Was KEMAS geprägt hat, was KEBA und KEMAS verbindet und wohin die gemeinsame Reise führt

35 Jahre KEMAS & 10 Jahre Partnerschaft mit KEBA: Eine Erfolgsgeschichte

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Ein Team von KEBA Mitarbeitenden mit grünen und weißen Luftballons auf der Parcel+Post Expo 2025.
Seit einem Jahrzehnt gehen KEBA und KEMAS den Weg gemeinsam. Was mit der Übernahme im Jahr 2016 begann, hat sich Schritt für Schritt zu einer engen Partnerschaft entwickelt, die von Synergien und gemeinsamen Werten geprägt ist: Sicherheit, Innovationskraft und Kundennähe. Die Geschichte von KEMAS reicht jedoch weit darüber hinaus.

Seit 1991 entwickelt KEMAS Lösungen, die bis heute in unterschiedlichsten Branchen im Einsatz sind. Zum zehnjährigen Jubiläum lohnt sich daher ein Blick zurück: auf die wichtigsten Meilensteine von KEMAS, auf die gemeinsamen Projekte mit KEBA und auf die Entwicklungen, die diese Partnerschaft bis heute und auch in Zukunft prägen.



Die 1990er: Von der Idee zur ersten Erfolgsgeschichte

In den 1990er-Jahren wurde der Grundstein für alles gelegt, was KEMAS heute ausmacht. Eine einfache Idee wurde Schritt für Schritt zu einem Geschäftsmodell, das auf strukturierte Übergabeprozesse und zuverlässige Systeme setzt.

1991: Gründung aus einem ganz praktischen Problem heraus
Der spätere KEMAS-Gründer Hans-Jürgen Grämer erlebte bei seinem damaligen Arbeitgeber täglich lange Warteschlangen, weil Mitarbeitende ihre Büro- und Lagerschlüssel zentral abholen mussten. Das kostete Zeit viel Zeit.

Die Frage lag auf der Hand: Wie lässt sich dieser Prozess automatisieren? Daraus entstanden zwei Ideen für ein System, das Schlüssel strukturiert und kontrolliert übergibt. Die erste Idee war ein einfacher Schlüsselkasten mit Abwurfmechanismus – funktional, aber noch ohne kontrollierte Rückgabe. Daraufhin entstand das Schubfachsystem. Vorteil: Die neue Technik war deutlich robuster und kontrollierter. Noch heute wird dieses Prinzip angewendet.

1992–1994: Die erste Fachanlage und der Durchbruch
1992 wurde die erste Fachanlage entwickelt. Bemerkenswert für die damalige Zeit: Das System wurde bereits softwaregestützt gesteuert. Neue Fächer mit modernem Entriegelungsmechanismus ermöglichten zusätzlich die sichere Verwahrung größerer Objekte. Mit der Präsentation der Fachanlage auf der Messe „Security Essen“ im Jahr 1994 trat KEMAS erstmals an die breite Öffentlichkeit. Dieser Auftritt brachte die nötige Sichtbarkeit und markierte den Start in eine stärkere Marktpräsenz.

1999: Einstieg in Justizvollzugsanstalten als prägender Meilenstein
Ab 1999 kamen KEMAS Systeme in Justizvollzugsanstalten zum Einsatz, um hochsensible Gegenstände wie Zellenschlüssel, Waffen und Personennotrufgeräte sicher, zu verwahren, zu laden, zu überwachen und zu übergeben.



Die 2000er: Wachstum, neue Branchen und erste digitale Prozesse

Das nächste Jahrzehnt stand ganz im Zeichen der Erweiterung: KEMAS übertrug das Grundprinzip der sicheren Übergabe auf neue Einsatzbereiche und entwickelte Lösungen weit über die reine Schlüsselverwaltung hinaus. Parallel dazu hielten digitale Prozesse und RFID-Technologie zunehmend Einzug in die Systeme.

2001–2002: Automotive und Fuhrparkmanagement
Mit Lösungen für Autohäuser und Flotten erschloss KEMAS ein weiteres Einsatzfeld: Fahrzeugschlüssel wurden mit RFID-Transpondern versehen und in die Abläufe eingebunden. Über den Transponder ließen sich Standort und Status eines Fahrzeugschlüssels transparent nachvollziehen. Außerdem wurde 2002 das modulare System entwickelt, das den Einsatz unterschiedlicher Fächertypen in einer Anlage ermöglichte.

2007: Storebox
Die Storebox, ein besonders platzsparendes System, das die Verwahrung vieler Schlüssel auf kleinstem Raum ermöglicht, wurde entwickelt.

2009: Mitnahmeverhinderung als zusätzliche Sicherheitsstufe
Speziell für sicherheitskritische Bereiche entstand eine Funktion, die verhindert, dass sicherheitsrelevante Objekte versehentlich mitgenommen werden.

Seit 1991 ist die KEMAS GmbH einer der führenden Lieferanten im Bereich kunden- und mitarbeiterbedienter Übergabeautomation auf Basis von RFID-Technologie.


Die 2010er: Diversifizierung und neue Geschäftsfelder

In den 2010er-Jahren entwickelte sich KEMAS vom Spezialisten für Schlüsselverwaltung zu einem Anbieter für unterschiedlichste Übergabelösungen. Neue Branchen kamen hinzu und die Systeme wurden immer vielseitiger einsetzbar.

2010: e-Reception als digitaler Empfang
Besucher können sich an der e-Reception selbst registrieren, erhalten automatisch Zutrittsmedien und bewegen sich mit entsprechender Berechtigung in Gebäude.

2013: Einstieg in die Textillogistik mit texLOG®
Systeme für die automatisierte Ausgabe und Rücknahme von Berufsbekleidung erweiterten das Portfolio deutlich und ebneten den Weg für neue Anwendungsbereiche und Branchen.

2017: Werkzeugverwaltung erweitert das Portfolio
Mit immer neuen Ideen und Anforderungen wandelten sich die Anlagen von der reinen Schlüsselverwaltung hin zum Management unterschiedlichster Arbeitsmittel. Ab 2017 war auch die Werkzeugverwaltung einschließlich Reservierungen, digitaler Mängelerfassung und transparenter Dokumentation Teil des Systems.

Unsere Lösungen werden in den unterschiedlichsten Branchen eingesetzt. Egal, ob Werkschutz, Rettungsdienst oder Facility Management im Krankenhaus: Sie alle vertrauen auf unsere Lösungen, wenn es darum geht, die Sicherheit zu erhöhen, Mobilität zu gewährleisten oder Ressourcen bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen.



Seit der Übernahme: Zusammenarbeit, neue Technologien und der Blick nach vorn

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Projekte, bei denen die Kompetenzen von KEBA und KEMAS sinnvoll kombiniert wurden. Ein Beispiel dafür ist unser Bürgerterminal, auch Amt-O-Mat genannt: Hier greifen KEBA-Terminaltechnik und KEMAS-Übergabesystem nahtlos ineinander, um Dokumente automatisiert und sicher bereitzustellen. Auch in anderen Anwendungen wurde KEBA-Hardware gezielt in KEMAS-Lösungen integriert und mit eigener Software kombiniert, beispielsweise um Systeme für den Außeneinsatz umzusetzen. Die Technologien beider Unternehmen passen ausgezeichnet zueinander und schaffen durch das Zusammenspiel aus Hardware- und Software-Know-how einen enormen Mehrwert – und das ist erst der Anfang!

Die Beispiele zeigen, wie fruchtbar der Austausch zwischen KEBA und KEMAS schon in der Vergangenheit war und wie viel daraus entstehen kann, wenn zwei innovative Unternehmen zusammenkommen. Gleichzeitig bleibt der Blick klar nach vorne gerichtet. Auch heute und künftig entstehen viele Neuentwicklungen direkt aus konkreten Anforderungen aus dem Markt und dem engen Austausch mit unseren Kunden. Woran wir gerade arbeiten, verraten wir natürlich gerne:

  • Multi-RFID-Technologie: Damit lassen sich mehrere Gegenstände gleichzeitig in einem Fach erfassen und eindeutig zuordnen. Das spart Platz und macht Abläufe effizienter.

  • Die Bauweise der texLOG® Anlagen wird weiter optimiert. Durch kompaktere Bedieneinheiten und damit zusätzliche Kapazitäten kann der Stauraum einer Anlage besser genutzt werden.

  • Im Automotive-Bereich entstehen neue 24/7-Service-Stationen: Sie ermöglichen eine flexible Fahrzeugabgabe und -abholung unabhängig von Öffnungszeiten.



Gemeinsam weiterdenken: Eine starke Basis für die Zukunft

Die Geschichte von KEMAS begann mit einer einfachen Idee: Schlüsselübergaben einfacher und sicherer zu organisieren. Daraus ist Schritt für Schritt ein breites Portfolio für automatisierte Übergabesysteme entstanden. Zusammen mit KEBA verbindet sich diese Erfahrung mit starker Hardwarekompetenz und internationaler Technologieentwicklung. Eine Grundlage, auf der auch in Zukunft neue und innovative Lösungen entstehen werden. Und darauf freuen wir uns schon sehr!

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