So wird aus einer Packstation ein vielseitiger Postservicepunkt

Mehr als Pakete: Die Letterbox für Paketautomaten vereinfacht den Postalltag zusätzlich

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Eine Frau wirft einen Brief in den integrierten Briefschlitz der Paketstation ein.
Moderne Paketstationen sind heute ein unverzichtbarer Bestandteil in der Zustelllogistik. Sie bündeln Sendungen an gut erreichbaren Standorten, verkürzen Wege für Zusteller:innen und verlagern viele Standardvorgänge aus der Filiale in den 24/7 zugänglichen Selbstbedienungsbereich. Mit der Letterbox öffnet sich dieser Kanal nun auch für die Briefpost: Künftig können am Paketautomaten nicht nur Pakete abgeholt oder versendet, sondern auch vorfrankierte Briefe eingeworfen werden. Damit wandert ein weiterer, bislang eigenständiger Prozess – die klassische Briefaufgabe am Straßenbriefkasten – dorthin, wo ohnehin täglich Pakete bewegt werden. Und das wiederum macht den Postalltag für Kund:innen und Zusteller:innen übersichtlicher und einfacher.

Warum eine Letterbox am Locker Sinn macht

Die Rahmenbedingungen im Postgeschäft haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Während das Paketvolumen stetig wächst, geht das Briefvolumen in vielen europäischen Ländern deutlich zurück. Für nationale Postorganisationen (NPOs) bringt das mehrere Herausforderungen mit sich:

  • Rechtliche Verpflichtungen: Gemäß der europäischen Postal Services Directive sind NPOs dazu verpflichtet, eine bestimmte Dichte an postalischer Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören unter anderem klassische Briefkästen im öffentlichen Raum.

  • Gleicher Aufwand bei weniger Sendungen: Die Zahl der Briefe pro Kasten sinkt, die Anzahl der anzufahrenden Standorte bleibt jedoch gleich. Zusteller:innen legen viele Kilometer zurück, um jeweils nur wenige Sendungen abzuholen.

  • Steigende Kosten pro Brief: Weniger Volumen bei gleichbleibendem Aufwand führt dazu, dass die Costs per Piece kontinuierlich steigen.

Kurz gesagt: Der Betrieb klassischer Briefkästen rechnet sich zunehmend weniger, regulatorisch sind sie aber weiterhin notwendig. Mit der Letterbox gibt es dafür eine konkrete Lösung. Anstatt ein paralleles Briefkasten-Netz zu betreiben, können Postorganisationen ihr bestehendes Locker-Netzwerk nutzen, um eine dichte und moderne Infrastruktur für die Briefaufgabe zu schaffen.

Die Idee hinter der Letterbox ist denkbar einfach:

  • Kund:innen können wie gewohnt Pakete an der Paketstation abholen oder versenden.

  • Zusätzlich steht ihnen ein Einwurf für vorfrankierte Briefe direkt am Locker zur Verfügung.

  • Die Briefpost wird beim regulären Stopp des Postdienstleisters gemeinsam mit den Paketen abgeholt.

Die Lösung ist modular aufgebaut und steht nicht nur für die neuen loxmate-Geräte zur Verfügung. Für die Serien KePol FS10 und KePol FS09 wurde eine Retrofit-Lösung entwickelt, die bestehende Systeme ohne kompletten Hardware-Austausch erweitert.

Mit der Letterbox wird aus einem klassischen Paketautomaten ein vielseitiger Servicepunkt, der den Postalltag für alle Beteiligten erleichtert.

Portrait von Reinhard Kempinger
Reinhard Kempinger
Product Manager

Einfach, vertraut und sicher: Die Letterbox aus Sicht der Kund:innen

Für Endkund:innen soll sich die Nutzung der Letterbox so unkompliziert anfühlen wie der Einwurf in einen klassischen Briefkasten – nur eben an einem Ort, den sie ohnehin regelmäßig nutzen.

  • Vorfrankierte Briefe einwerfen: In die Letterbox kommen nur bereits frankierte Briefe. Der Use Case orientiert sich bewusst an der gewohnten Nutzung eines Straßenbriefkastens.

  • Vertraute Handhabung: Die Bedienung ist einfach mit einem klar gekennzeichneten Einwurfschlitz.

  • Bedienerfreundliche Nutzung: Die Höhe des Einwurfs ist an die gängigen Accessibility-Normen angelehnt. Damit wird sichergestellt, dass die Letterbox für möglichst viele Menschen gut erreichbar ist.

Auch das Thema Sicherheit wurde mitgedacht. Ein integrierter Phishing-Schutz reduziert das Risiko, dass Briefe wieder aus der Öffnung herausgefischt werden. Damit bietet die Letterbox ein deutlich höheres Sicherheitsniveau als einfache Schlitzlösungen.

Schnell und einfach: Die Letterbox aus Sicht der Zusteller:innen

Neben der einfachen Nutzung durch Kund:innen war ein zweiter Aspekt zentral: Die Abholung der Briefe muss für Zusteller:innen schnell und einfach möglich sein. Aus diesem Grund wurde die Letterbox mit einem Schubladenmechanismus ausgestattet. Zusteller:innen können das gesamte Modul herausziehen und aufklappen und die Briefe fallen dann direkt in den vorgesehenen Behälter. Das Ergebnis: Eine einfache, aber durchdachte Lösung, die sich nahtlos in bestehende Zustellprozesse integrieren lässt und Mehrwege reduziert.

Flexibel im Netzwerk: M- oder L-Letterbox je nach Briefvolumen

Das Briefaufkommen ist von Stadt zu Stadt und von Region zu Region unterschiedlich. Deshalb ist die Letterbox von Beginn an so konzipiert, dass sie sich flexibel an diese Rahmenbedingungen anpassen lässt. Je nach Bedarf stehen zwei Größen zur Verfügung:

  • M-Letterbox für Regionen mit bereits stark reduziertem Briefaufkommen, etwa in Nordeuropa oder Teilen der baltischen Staaten

  • L-Letterbox für Märkte mit höherem Briefvolumen, zum Beispiel im DACH-Raum oder in Ballungszentren mit regen Postströmen

Mit dieser Lösung können Netzwerke fein abgestimmt werden: In urbanen Gebieten mit vielen Einwürfen pro Tag eignet sich die größere Letterbox. In ländlichen Regionen mit wenigen Briefen reicht oft die kleinere Variante aus. Postdienstleister können so mit dem jeweils passenden Modul ihr gesamtes Locker-Netz gezielt auf die tatsächlichen Volumina ausrichten und eine zukunftsfähige Infrastruktur aufbauen.

In zwei Größen erhältlich: Die Letterbox für loxmate

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Top 3 Gründe für eine Letterbox am Locker

Warum lohnt es sich nun konkret, die Letterbox in ein bestehendes oder neues Paketstationen-Netzwerk zu integrieren?

1. Mehr Service am gleichen Standort: Kund:innen können an nur einem Ort Pakete abholen oder versenden und vorfrankierte Briefe abgeben. Der Paketautomat wird zum zentralen Touchpoint für die tägliche Post.

2. Operative Kosten sinken: Die vorhandene Locker-Infrastruktur wird doppelt genutzt: für Pakete und für Briefe. Zusätzliche Fahrten zu einzelnen Briefkästen entfallen, die Costs per Piece sinken und Prozesse werden langfristig effizienter.

3. Rechtliche Vorgaben sicher erfüllen: Die Letterbox unterstützt nationale Postorganisationen dabei, die geforderte Infrastrukturdichte im Briefbereich auch weiterhin abzudecken.


Die Letterbox ist der nächste logische Schritt in der Postlogistik

Packstationen haben sich als fester Bestandteil der modernen Zustelllogistik etabliert. Mit der Letterbox wird dieses Prinzip konsequent weitergedacht: Die Paketstation wird zum vielseitigen Postservicepunkt, der klassische Briefkästen ersetzt und Wege – sowohl für Zusteller:innen als auch für Kund:innen – reduziert.

Sie möchten wissen, wie sich die Letterbox in Ihr bestehendes Locker-Netz integrieren lässt oder planen den Aufbau einer neuen Infrastruktur? Gerne analysieren wir gemeinsam Ihre Ausgangssituation und erarbeiten eine Lösung, mit der Sie Ihre Brief- und Paketlogistik nachhaltig und effizient gestalten.

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