Moderne Objekt- und Schlüsselverwaltung: Drei Use Cases aus der Praxis
- 25.8.2026
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Inhalt
Büroschlüssel bei der Sparkasse Chemnitz: 24/7-Verfügbarkeit und volle Nachvollziehbarkeit
Die Sparkasse Chemnitz gehört zu den größten Sparkassen in Sachsen und setzt seit bald 30 Jahren auf KeMas Übergabedepots, um die Ausgabe und Rücknahme von Büro- und Poolwagenschlüsseln zu organisieren. Das funktioniert denkbar einfach: Die Mitarbeiter:innen identifizieren sich mit ihrem gewohnten Ausweismedium an der Anlage, ein integrierter Ausweisleser erkennt die gültige Identifikation, ein Touch-Display führt intuitiv durch das Menü. Die Rückgabe der Schlüssel erfolgt über einen eigenen Rückgabeleser sowie den mit dem Schlüssel verbundenen Transponder. Besonders wichtig für die Sparkasse: Die Vernetzung mit der bestehenden Zutrittsverwaltungssoftware „Exos“ funktioniert automatisch und fehlerfrei.
Der Nutzen für die Sparkasse Chemnitz liegt vor allem in der Nachvollziehbarkeit: Durch die lückenlose Dokumentation aller Entnahmen und Rückgaben ist sichergestellt, dass Schlüssel nicht verloren gehen. Zudem werden sie bei Nichtnutzung revisionssicher aufbewahrt.
Betriebs- und Fahrzeugschlüssel bei Phoenix Contact: Kontrolle statt Excel-Liste
Phoenix Contact ist ein Familienunternehmen aus dem westfälischen Blomberg mit einem globalen Netzwerk in mehr als 100 Ländern. Früher wurden Betriebs- und Fahrzeugschlüssel in den einzelnen Unternehmensbereichen eigenständig auf Papierlisten und ohne elektronische Dokumentation verwaltet. Auch die Führerscheine der Mitarbeiter:innen wurden persönlich kontrolliert und von Hand in eine Excel-Tabelle eingetragen. Das kostete viel Zeit und hing stark von der Sorgfalt der involvierten Personen ab.
1997 führte Phoenix Contact eine elektronische Schließanlage ein. Seitdem gibt es klar geregelte Berechtigungsstufen. Zudem dürfen besonders wichtige Schlüssel das Werksgelände gar nicht verlassen, ihre Nutzung wird lückenlos überwacht und protokolliert. Heute stehen im Unternehmen moderne Schlüsselboxen mit insgesamt 400 überwachten Fächern. Mitarbeiter:innen identifizieren sich per Mifare-Karte, entnehmen ihren Schlüssel und geben ihn nach Gebrauch wieder zurück. Für besonders sensible Bereiche gilt zusätzlich ein Vier-Augen-Prinzip. Und auch die Führerscheinkontrolle läuft heute über ein UHF-Siegel völlig automatisch.
Durch die lückenlose Dokumentation aller Entnahmen und Rückgaben ist jederzeit klar, wo sich Schlüssel und Objekte befinden.
Aufbewahrung von Einkäufen im Glatt Einkaufszentrum
Ein ganz anderer Anwendungsfall zeigt sich im Glatt Einkaufszentrum: Wer mit vollen Einkaufstüten unterwegs ist, hat es schwer, weitere Geschäfte zu besuchen. Deshalb wollte das Center seinen Kund:innen einen neuen Service bieten, um Einkäufe sicher zu verwahren und ungestört weiter einkaufen zu können. Auch die Aufbewahrung von eigenen Taschen oder Gepäck während des Aufenthalts sollte möglich sein. Wichtig dabei: Der Zugriff sollte unabhängig vom Betriebssystem des Handys und ohne eigene App funktionieren.
Die Lösung ist ein Depotsystem mit großen, robusten Fächern und einem Zugang über das Smartphone. Am intuitiv bedienbaren Touch-Display wählen die Kund:innen ein verfügbares Fach aus. Mit der Eingabe der Mobiltelefonnummer wird ein temporär gültiger Zugriffscode generiert und als QR-Code per SMS versendet. Wird der Code am Terminal gescannt, öffnet sich das passende Fach. Für die Abholung wird derselbe QR-Code erneut an den Scanner gehalten. Um einer missbräuchlichen Nutzung vorzubeugen, zum Beispiel einer dauerhaften Belegung mehrerer Fächer durch einzelne Personen, ist pro Tag nur ein Fach je Mobilrufnummer wählbar.
Automatisierte Objekt- und Schlüsselverwaltung ersetzt Listen, manuelle Kontrollen sowie Abstimmungen und macht Übergaben deutlich schneller und sicherer.
Ein Blick nach vorn: Outdoor-Lösungen sowie Einmalausgabe
Die vorgestellten Use Cases zeigen bereits, wie vielseitig Objektverwaltung eingesetzt werden kann. Und genau diesen Weg denken wir konsequent weiter. So arbeiten wir daran, die Software-Intelligenz der KeMas-Systeme künftig noch stärker mit den bewährten und robusten Paketstationslösungen zu verbinden. Der Vorteil: Während KeMas-Systeme bislang vorwiegend innen zum Einsatz kommen, lässt sich damit künftig auch der Outdoor-Bereich abdecken.
Bei einem weiteren Konzept, das wir bereits erfolgreiche umsetzen, geht es um Objekte, die nur einmal ausgegeben und nicht mehr zurückgenommen werden. Dazu zählen etwa Verbrauchsmaterialien oder Bekleidung, die dauerhaft bei der jeweiligen Person verbleibt. Diese Flexibilität erweitert die Möglichkeiten der Objektverwaltung erheblich, ohne dass Unternehmen ihre bestehenden Prozesse und Systeme grundlegend verändern müssen.
Automatisierte Objekt- und Schlüsselverwaltung im Unternehmen richtig nutzen
Ob Sparkasse, Industrieunternehmen oder Einkaufszentrum: Die automatisierte Objektverwaltung ist ein sehr vielseitiges Themenfeld. Die Praxisbeispiele zeigen, wie unterschiedlich die Anforderungen sein können und wie wichtig transparente Prozesse für Sicherheit und Effizienz im Unternehmen sind. Der Einstieg in die automatisierte Objektübergabe muss dabei nicht sofort ein Großprojekt mit Anbindung an eine komplexe Systemlandschaft sein. In vielen Fällen zeigt sich der Nutzen bereits in kleinen, klar abgegrenzten Anwendungen. Dazu zählen zum Beispiel einzelne Schlüsselboxen für ausgewählte Räume oder ein Depot für Fahrzeugschlüssel, die sich bei Bedarf Schritt für Schritt ausbauen lassen.
Sie möchten wissen, wie eine moderne Objekt- und Schlüsselverwaltung Ihr Unternehmen unterstützen kann? Gerne analysieren wir gemeinsam Ihre Ausgangssituation und erarbeiten eine Lösung, die zu Ihren Anforderungen passt.