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    Infrastruktur-Anforderungen und Ladeverhalten:

    Projekt „Urcharge“ klärt entscheidende Fragen zur Alltagstauglichkeit der E-Mobilität

    28.5.2020

    Morgen startet einer der größten und längsten Elektromobilitäts-Feldtests der österreichischen Geschichte. Für das Projekt „Urcharge“ (Urban Charging) tauschen 51 Haushalte einer Linzer Wohnsiedlung ihr Verbrenner-Auto gegen ein E-Auto inklusive eigener KEBA Stromladestation, die in die Linz AG Ladelösung „WallBOX CitySolution“ integriert ist. Damit werden grundlegende Fragen zur benötigten Infrastruktur und zum Ladeverhalten geklärt, um die E-Mobilität als entscheidenden Umweltschutz-Faktor im städtischen Bereich auch für dicht besiedelte Gebiete alltagsfit zu machen. Corona-bedingt hatte sich der Projektstart nach hinten verschoben - nun geht es los.

     

    Die kommenden fünf Monate werden für die Bewohner von 51 der 106 Wohneinheiten einer Siedlung in Kleinmünchen eine spannende Erfahrung mit sich bringen: Sie tauschen für diesen Zeitraum ihr Verbrenner-Auto gegen einen vollelektrisch betriebenen Pkw ein. Der Startschuss erfolgt im Laufe des morgigen Freitags mit dem Fahrzeugtausch beim Autohaus Sonnleitner in Linz-Urfahr und Leonding. Möglich macht dies das Forschungsprojekt „Urcharge“*, also „Urbanes Laden“, das von der Technischen Universität Wien geleitet wird.

    Im Rahmen dessen führt die LINZ AG als Projektinitiatorin gemeinsam mit dem Hersteller für E-Mobilitäts-Ladelösungen KEBA AG und ETA (Beratung zum Thema Umweltmanagement) sowie der Linzer Wohnungsgenossenschaft NEUE HEIMAT OÖ ein Demonstrationsprojekt durch. Dabei handelt es sich um einen der größten und längsten Elektromobilitätsfeldtests in Österreich. Damit werden grundlegende Fragen zu benötigter Infrastruktur und Ladeverhalten geklärt, um die E-Mobilität als entscheidenden Umweltschutz-Faktor im städtischen Bereich auch für dicht besiedelte Gebiete alltagsfit zu machen.

    Infrastruktur-Anforderungen werden ermittelt

    E-Mobilität spielt österreichweit eine große Rolle beim Erreichen der nationalen Klimaziele. So ist eine Quote von etwa 27 Prozent E-Autos unter allen angemeldeten Pkw ein wichtiges Teilziel im Klimaplan bis 2030. Doch welche Lade-Infrastruktur ist in einer Stadt wie Linz notwendig, um das Ansteigen des E-mobilen Anteils zu unterstützen? Wird das Stromnetz dieser Mehrbelastung standhalten? Fragen wie diese wird das Demonstrationsprojekt beantworten. Dieses ist der praxisorientierte Teil des Forschungsprojektes „Urcharge“.

    E-Auto-Anteil von 50 Prozent wird simuliert

    Das Demonstrationsprojekt geht sogar bereits einen Schritt weiter, als es die Klimaziele bis 2030 vorgeben: In einer Siedlung der NEUEN HEIMAT OÖ am Theresia-Brandl-Weg steigen fast 50 Prozent der Bewohner (26 Reihen- und 5 Wohnhäuser) auf E-Autos um. Ihre Parkplätze – aufgeteilt auf zwei Tiefgaragen – wurden mit der LINZ AG Ladelösung „WallBOX CitySolution“ ausgerüstet, die mit den in Linz produzierten KEBA Stromladestationen realisiert werden.

    Dank einer Ladeleistung von bis zu 11 kW (Kilowatt) können die E-Autos, die vom Autohaus Sonnleitner kostengünstig zur Verfügung gestellt werden, auf den Tiefgaragenplätzen während der Stehzeiten voll aufgeladen werden. Dadurch werden wichtige Erkenntnisse zum Ladeverhalten der Nutzer gewonnen. Eine der zentralen Fragen ist, zu welchen Uhrzeiten die Bewohner das E-Auto laden und welche Gleichzeitigkeiten hier auftreten.

    Netzschonendes und kostengünstiges Energiemanagement

    Die Netzbelastung wird während der fünfmonatigen Projektphase getestet und optimiert, um den Nutzern selbst bei vielen gleichzeitigen Ladevorgängen durch die von KEBA entwickelte intelligente Lastmanagementlösung möglichst netzschonend und kostengünstig die notwendige Energie zur richtigen Zeit zur Verfügung stellen zu können. Der Strom an der eigenen Ladestation in der Tiefgarage ist für die Laufzeit des Projektes kostenlos. Sind die E-Auto-Neulinge nach der Demophase auf den Geschmack gekommen, so können sie nach diesem einzigartigen Projekt ihre E-Fahrzeuge zum Restwert übernehmen.

    Optimierte Ladelösung für Wohnanlagen

    Die infrastrukturelle Basis für das Demonstrationsprojekt spielt die „WallBOX CitySolution“, eine Komplett-Ladelösung der LINZ AG speziell für Wohnanlagen. „Diese günstige und intelligente Ladelösung ist speziell für den großvolumigen Wohnbau gedacht. Wohnbauträger können damit ihre Neubauten und meist auch ihre bestehenden Objekte E-mobilitätsfit machen. Mit diesem Demoprojekt wollen wir die derzeitigen Möglichkeiten ausreizen und unsere Komplettlösung weiterentwickeln“, sagt Gerald Mayrhofer vom E-Mobilitätsteam der LINZ AG. Bei Vorhandensein einer Basisinfrastruktur ist die „WallBOX CitySolution“ rasch montiert und gewährleistet zuverlässiges wie exklusives Laden. Sie wird zu 100 Prozent mit Strom aus der Region gespeist und ist in Garagen und Freiflächen anwendbar.

    Eine entscheidende Komponente ist dabei die Wallbox. Für die Erforschung, Entwicklung und Produktion der Wallboxen – übrigens in Linz – zeichnet der österreichische Wallbox-Pionier KEBA AG hauptverantwortlich. Sie blickt auf eine mehr als 10-jährige Branchenerfahrung zurück und zählt im Bereich der intelligenten Ladestationen zu den Weltmarktführern. Im Rahmen des Demonstrationsprojektes werden die Wallbox sowie die intelligente Lade- und Lastmanagementlösung weiterentwickelt, um die Weichen für eine hohe Marktdurchdringung der E-Mobilität im urbanen Raum zu stellen.

    Ein starkes Projektteam

    „Als Projektleiter und Forschungspartner schätzen wir das ‚Urcharge‘-Projekt aufgrund seiner Ganzheitlichkeit, die im Bereich der Ladeinfrastruktur für den großen Wohnbau im urbanen Gebiet einzigartig ist. Eine Demonstrationsphase von fast einem halben Jahr mit 51 Teilnehmern ist außerordentlich wertvoll bezüglich des realen Ladeverhaltens und für die Verifizierung unserer Forschungsergebnisse im Modell. Diese Erkenntnisse fließen in ein Konzept zum privaten, urbanen Laden, um Komfort, Leistbarkeit und dadurch Akzeptanz der E-Mobilität voranzutreiben und Zero Emission Mobility im Individualverkehr zu erreichen“, sagt Jasmine Ramsebner MSc, als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektmanagerin der Technischen Universität Wien mit dem Projekt betraut.

    „Die LINZ AG bietet bereits sehr erfolgreich Ladelösungen und -produkte für die Bedarfe im öffentlichen Raum, im mehrgeschossigen Wohnbau, für zuhause und für Unternehmen an. Wir sind sehr optimistisch, dass wir mit dem Demonstrationsprojekt entscheidende Erkenntnisse zur Alltagstauglichkeit der E-Mobilität gewinnen werden und einen wichtigen Beitrag hin zu mehr Nachhaltigkeit im Straßenverkehr leisten können. Die LINZ AG unterstreicht damit wie auch mit ihrer modernen Busflotte und dem innovativen Mobilitätsangebot ‚tim‘ einmal mehr ihr Engagement hinsichtlich emissionsfreier Antriebe“, sagt LINZ AG-Generaldirektor DI Erich Haider, MBA.

    „Ladestationen müssen vor allem eines sein: komfortabel für den Nutzer, zuverlässig und sicher. Geht es um große Wohnanlagen, wo typischerweise mehrere E-Autos gleichzeitig geladen werden, kommt eine intelligente Lastmanagementlösung zum Einsatz. Sie verteilt die Ladeleistung optimal, sodass die Elektroautos bei gleichzeitig geringer Netz- und Kostenbelastung entsprechend verfügbar sind. Unsere Stromladestation lädt also nicht nur, sondern sie ist eine hochintelligente Kommunikations- und Steuerungszentrale zwischen den Elektroautos und dem dahinterliegenden Stromnetz. KEBA nimmt mit dieser Lösung abermals eine Pionierrolle ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Durchbruch der Elektromobilität“, so Ing. Mag. Gerhard Luftensteiner, Vorstandsvorsitzender der KEBA AG.

    Dir. Mag. Robert Oberleitner, Geschäftsführer der NEUEN HEIMAT OÖ: „Das Projekt ‚Urcharge‘ gibt uns die Gelegenheit, einen wesentlichen Beitrag zur Klimawende zu leisten und aktiv daran mitzuarbeiten, die gemeinnützigen Wohnbauträger hinsichtlich dem Bereich E-Mobilität zukunftsfit zu machen. Im Zuge des Projekts werden wir Erfahrung sammeln, die uns dabei hilft, die Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden in der Zukunft zu erfüllen und eine gewohnt hohe Wohnqualität bieten zu können.“

    Max und Wolfgang Sonnleitner, Geschäftsführer des Autohauses Sonnleitner: „Ein Projekt wie dieses ist für uns die perfekte Umgebung, um die Alltagstauglichkeit unserer Elektrofahrzeuge Renault Zoe und Nissan Leaf unter Beweis zu stellen. Es bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Anwendungsfälle in vergleichbarer Umgebung über einen längeren Zeitraum zu vergleichen. All das auch noch vor der Haustüre machen zu können ist einfach ideal. Wir freuen uns, dabei sein zu können.“

    Download

    Die gesamte Pressemitteilung finden Sie auch hier zum Download

    Pressemitteilung "Urcharge"

    Mehr Infos

    Folgen Sie gerne den Links um mehr über den Klima- und Energiefonds sowie das Programm "Zero Emission Mobility" zu erfahren. Unter folgendem Link können Sie sich auch ausgiebig über unsere verschiedenen Ladelösungen für jede Anforderung informieren.

    Das Team des Projektes Urcharge posiert mit Stromladestationen und Elektroautos

    Startschuss des „Urcharge“ Projekts: Stromladestationen und Elektroautos werden vom Projektteam zur Übergabe an die Teilnehmer vorbereitet. Im Bild (v.l.n.r.): Ing. Mag. Gerhard Luftensteiner (KEBA AG), Jasmine Ramsebner, MSc (TU Wien), Bernhard Mitterndorfer (NEUE HEIMAT Oberösterreich Gemeinnützige Wohnungs- und SiedlungsgesmbH), DI Erich Haider (LINZ AG), DI Josef Siligan (LINZ AG), Mag. Wolfgang Sonnleitner (Autohaus Sonnleitner), Gerald Mayrhofer (LINZ AG), Maximilian Sonnleitner (Autohaus Sonnleitner)

    Stromladestationen auf Standfüßen neben Elektroautos

    Voll elektrisch: Jeder Projektteilnehmer erhält eine KEBA Stromladestation, die in die LINZ AG Ladelösung „WallBOX CitySolution“ integriert ist, und ein Elektroauto des Autohauses Sonnleitner.

    Eine Frau lädt ihr Elektroauto an einer KEBA Stromladestation in einer Tiefgarage - daneben lädt ein weiteres Elektroauto an einer weiteren KEBA Stromladestation

    KEBA Stromladestationen sind bestens geeignet für den Einsatz in Tiefgaragen

    Das Logo des Klima- und Energiefonds

    Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Zero Emission Mobility“ durchgeführt.

     
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